Angeregt durch die Blogparade von Pia Hübinger zum Thema „Zuversicht in schwierigen Zeiten“ habe ich mich gefragt, was mir in den dunkelsten Momenten meines Lebens wirklich Hoffnung gegeben hat.
Gab es schwierige Zeiten in meinem Leben? Allerdings. Manche davon haben mein Leben nachhaltig geprägt. Einen Teil meiner Geschichte habe ich bereits im Artikel „Ich suchte Freiheit und fand Frieden“ erzählt.
Schwierige Erfahrungen wirken oft lange nach. Jeder Mensch geht anders mit Krisen um. Manchmal scheint es sogar, als würden die dunklen Zeiten niemals enden. Umso wertvoller ist etwas, das uns auch dann Zuversicht schenkt.
Inhalte dieses Artikels
- Wann meine Zuversicht ins Wanken gerät
2. Was mir hilft, in schwierigen Lebensphasen nicht in Zynismus oder Rückzug abzurutschen
3. Was meine Zuversicht bewahrt, ohne dass sich äußerlich etwas ändert
4. Was meine Zuversicht wirklich stärkt, auch über den Augenblick hinaus
5. Wie ich in Verbindung mit anderen bleibe, auch wenn uns gerade vieles trennt
6. Wo ich selbst zur Polarisierung beitrage — bewusst oder unbewusst
7. Was ich an andere weitergeben möchte, die gerade keinen Boden finden
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„Zuversicht ist das feste, beruhigende Vertrauen
darauf, dass sich die Dinge in der Zukunft positiv
entwickeln werden. Sie gibt uns die Kraft, an die
Erreichung unserer Ziele zu glauben, und hilft
uns, auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig
und motiviert zu bleiben.“
Ich würde noch einen Schritt weitergehen. Echte Zuversicht entsteht für mich nicht dadurch, dass ich darauf vertraue, dass schon alles irgendwie gut ausgehen wird. Sie wächst dort, wo ich weiß, dass ich selbst dann getragen bin, wenn sich äußerlich zunächst überhaupt nichts verändert. Genau darüber möchte ich in diesem Artikel schreiben.

Wann meine Zuversicht ins Wanken gerät
Meine Zuversicht gerät ins Wanken, wenn die Herausforderungen des Lebens einfach kein Ende nehmen wollen. Dass Probleme auftauchen, Pläne nicht funktionieren, Menschen mich enttäuschen, gehört zum Leben dazu. Manches hat mich arg ins Wanken gebracht. Viele Schwierigkeiten lösten sich aber schneller als gedacht oder entpuppen sich im Nachhinein als weit weniger dramatisch, als sie zunächst erschienen.
Anders ist es jedoch, wenn eine Herausforderung die nächste jagt und kaum Zeit bleibt, einmal durchzuatmen. Dann merke ich, wie meine Kraft langsam nachlässt. Mutlosigkeit macht sich breit und Ängste beginnen, meinen Blick auf die Wirklichkeit zu vernebeln. Genau das ist das Gefährliche: Wer nur noch die Probleme sieht, erkennt kaum noch die Lösungen. Die Zuversicht schwindet.
Eine Zeit werde ich wohl nie vergessen: Über ein Jahr lang suchte ich nach einer passenden Wohnung. Gleichzeitig rückte der Termin immer näher, zu dem ich meine bisherige Wohnung verlassen musste. Je weniger Zeit blieb, desto größer wurde der Druck. Und je größer der Druck wurde, desto weniger Alternativen konnte ich überhaupt noch erkennen.
Als wäre das nicht genug, absolvierte ich gleichzeitig eine Fortbildung, baute mein Coaching-Business auf und versuchte, einen großen Teil meines Hausstands zu verkaufen. Es fühlte sich an, als würde alles gleichzeitig feststecken. Am Ende zog ich in eine Wohnung ein, die unpassender kaum hätte sein können, in der sich die Situation noch einmal zuspitzte.
Heute kann ich mit Dankbarkeit sagen: Diese Zeit liegt hinter mir. Damals allerdings konnte ich mir kaum vorstellen, dass irgendwann wieder Ruhe einkehren würde.

Was mir hilft, in schwierigen Lebensphasen nicht in Rückzug oder Zynismus abzurutschen
Ich gehöre eher zu den Menschen, die sich zurückziehen, wenn es ihnen nicht gut geht. Andere reagieren auf Krisen mit Zynismus – einer bitteren Haltung gegenüber dem Leben und den Menschen. Beides schützt kurzfristig vor weiteren Verletzungen, löst aber kein einziges Problem. Deshalb versuche ich inzwischen bewusst gegenzusteuern.
Zunächst trete ich innerlich einen Schritt zurück. Ich atme tief durch und erinnere mich daran, dass meine Gefühle zwar ernst zu nehmen sind, aber nicht die ganze Wahrheit erzählen. Außerdem helfen mir einige ganz praktische Dinge.
Soziale Kontakte:
Auch wenn mir nicht danach ist, suche ich bewusst das Gespräch mit ausgewählten Menschen. Ich sage offen, was ich gerade brauche – manchmal einen Rat, manchmal Ablenkung und manchmal einfach jemanden, der zuhört.
Achtsamkeit:
Ich richte meinen Fokus auf den gegenwärtigen Moment. Atemübungen helfen mir, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und wieder klarer wahrzunehmen, was tatsächlich gerade ist.
Bewegung:
Stress braucht ein Ventil. Ein Spaziergang, Sport, etwas Leckeres kochen oder die Badewanne schrubben – all das bringt mich wieder ins Handeln. Diese kleinen Erfolgserlebnisse verhindern, dass ich mich der Hilflosigkeit ausgeliefert fühle.
Dankbarkeit:
Ich zwinge mich nicht zu positivem Denken. Stattdessen richte ich meinen Blick bewusst auf die Dinge, die trotz aller Katastrophen in meinem Leben gut sind und für die ich dankbar sein kann. Dankbarkeit verdrängt den Schmerz nicht, aber sie verhindert, dass er mein ganzes Denken bestimmt.
Gebet:
Nichts ist wirkungsvoller als Gebet. Zu wissen, dass ich nicht allein durch diese schwierigen Zeiten gehen muss, schenkt mir Zuversicht und inneren Frieden. Ich darf meine Sorgen bei Gott abladen und muss nicht alles selbst tragen. Besonders in schweren Zeiten begleitet mich dieser Bibelvers:
„Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du hingehst.“
(Josua 1,9)
Allein dieser Gedanke verändert meine Perspektive.

Was meine Zuversicht bewahrt, ohne dass sich äußerlich etwas ändert
Die Zuversicht zu bewahren, auch wenn sich äußerlich erst einmal nichts ändert, gehört wahrscheinlich zu den größten Herausforderungen überhaupt. Da ich nicht zu den geduldigsten Menschen gehöre, wünsche ich mir eine Veränderung, natürlich meinen Wünschen entsprechend, möglichst umgehend. Am liebsten hätte ich einen einfachen Ablauf: Wunsch formulieren – erste Schritte gehen – Ergebnis erhalten.
Wie heißt es gleich: „Ohne Prüfung kein Zeugnis.“ Geduld bewahrt vor Fehltritten. Ich musste lernen, meinen Blick wegzulenken von all dem, was mich sichtbar bedrängte, und ihn auf den zu richten, der mein Leben in seinen Händen hält: Jesus Christus – und Geduld zu üben.
Paulus schreibt: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“ (Römer 12,12)
Mit der Zeit habe ich außerdem erkannt, dass Widerstand oft zusätzlichen Schmerz erzeugt. Je mehr ich gegen Dinge kämpfe, die ich ohnehin nicht ändern kann, desto erschöpfter werde ich. Das bedeutet nicht, alles passiv hinzunehmen. Es bedeutet vielmehr, die Realität anzuerkennen, um anschließend meine Kraft auf das zu richten, was ich tatsächlich beeinflussen kann.
Auch ein Perspektivwechsel hilft. Anstatt ausschließlich auf das Problem zu schauen, frage ich mich: Welchen nächsten kleinen Schritt kann ich heute gehen? Diese Frage verändert erstaunlich viel.
Ein weiterer Bibelvers begleitet mich seit vielen Jahren:
„Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jesaja 40,31)
Dieses „Harren“ bedeutet für mich kein passives Warten. Es bedeutet, mein Vertrauen immer wieder neu auf Gott auszurichten. Und genau daraus wächst eine Zuversicht, die nicht von meinen Umständen abhängig ist.

Was meine Zuversicht wirklich stärkt, auch über den Augenblick hinaus
Früher empfand ich Wartezeiten als verlorene Lebenszeit. Heute sehe ich viele dieser unfreiwilligen Pausen anders. Sie sind geschenkte Momente, um mit Gott in Verbindung zu treten. Während ich an der Supermarktkasse warte, im Auto an einer roten Ampel stehe oder auf einen Termin warte, nutze ich diese kleinen Unterbrechungen bewusst.
Ein kurzes Stoßgebet. Ein Bibelvers, den ich innerlich wiederhole. Ein paar ruhige Atemzüge in Gottes Gegenwart. Solche scheinbar kleinen Momente verändern oft mehr, als wir ahnen. Sie holen mich aus dem Hamsterrad des Funktionierens heraus und erinnern mich daran, dass mein Wert nicht von meiner Leistung abhängt.
Viele von uns tragen hohe Erwartungen an sich selbst mit sich herum. Perfektionismus raubt Kraft und Frieden. Ein weiterer Schlüssel, der mir immer wieder hilft, ist Vergebung. Anderen zu vergeben. Mir selbst zu vergeben. Und auch Gott um Vergebung zu bitten, für meine Ungeduld und meine eigenmächtigen Wege und Bestrebungen. Das stärkt meine Zuversicht für die Wege Gottes, die immer richtig sind.

Wie ich in Verbindung mit anderen bleibe, auch wenn uns gerade vieles trennt
Konflikte mit anderen Menschen gehören zum Leben dazu. Manchmal entstehen Missverständnisse, manchmal werden wir verletzt oder enttäuscht. Es gibt Situationen, in denen der Graben zwischen zwei Menschen so tief erscheint, dass man sich kaum vorstellen kann, jemals wieder aufeinander zuzugehen.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Stolz, Hochmut, mangelnde Vergebungsbereitschaft oder ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn können Versöhnung verhindern. Gerade letzterer steht mir in schwierigen Zeiten oftmals im Weg.
„Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“ Dieser berühmte Ausspruch stammt aus dem Gedicht „Die unmögliche Tatsache“ von Christian Morgenstern (1909). Oft ertappe ich mich dabei, genauso zu denken. Ich meine, die Situation richtig einzuschätzen, und bin überzeugt zu wissen, was gerecht wäre. Vielleicht liege ich damit sogar richtig. Doch was berechtigt mich eigentlich dazu, auf meinem Recht zu bestehen?
Ein anderer Ausspruch hat mich deshalb immer wieder zum Nachdenken gebracht: „Du kannst entweder recht haben oder glücklich sein.“
Dieses Zitat wird häufig dem Kommunikationspsychologen Marshall B. Rosenberg zugeschrieben. Der Gedanke dahinter stimmt. Ich habe oft erlebt, dass das Festhalten am eigenen Recht innerlich unfrei macht.
Natürlich bedeutet das nicht, Unrecht gutzuheißen oder alles schweigend hinzunehmen. Es bedeutet vielmehr, den anderen Menschen trotz seiner Fehler anzunehmen. Das fällt nicht immer leicht. Manche Verletzungen sitzen tief. Manche Enttäuschungen wirken lange nach. Gerade dann hilft mir mein wichtigstes Lebenshilfebuch: die Bibel.
Jesus sagt:
„Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ Matthäus 6, 14-15
Diese Worte fordern mich immer wieder heraus.
Vergebung bedeutet nicht, dass das Geschehene plötzlich gut ist oder keine Folgen mehr hat. Sie bedeutet auch nicht, dass Vertrauen automatisch wiederhergestellt ist. Vergebung bedeutet vielmehr, den anderen aus meiner inneren Anklage zu entlassen und darauf zu verzichten, selbst Richter zu sein. Das gelingt mir nicht aus eigener Kraft.
Doch immer wieder habe ich erlebt, dass Gott genau dort hilft, wo ich an meine Grenzen komme. Und jedes Mal, wenn ich vergebe, spüre ich, wie mein eigenes Herz leichter wird.

Wo ich selbst zur Polarisierung beitrage — bewusst oder unbewusst
Diese Frage wurde im Rahmen der Blogparade gestellt. Ich musste ehrlich überlegen, denn bewusst möchte ich niemanden polarisieren. Unbewusst tue ich es vermutlich trotzdem. Warum? Der Grund dafür ist mein Glaube.
Wer meine Blogartikel oder Beiträge in den sozialen Medien kennt, weiß, dass ich immer wieder von meiner Beziehung zu Jesus schreibe. Nicht, weil ich provozieren möchte oder andere von meiner Meinung überzeugen will. Es geschieht ganz selbstverständlich, weil mein Glaube mein Leben prägt und ich gar nicht anders schreiben kann.
Wenn ich über Zuversicht spreche, dann komme ich zwangsläufig auf den zurück, der mir diese Zuversicht schenkt. Für mich ist Gott nicht irgendeine höhere Macht. Er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde. Und Jesus Christus ist derjenige, der meinem Leben Hoffnung, Halt und eine neue Richtung gegeben hat. Deshalb fallen mir beim Schreiben oft Bibelverse ein, die genau das ausdrücken, was ich sagen möchte.
„Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr; kein Gott ist außer mir.“ Jesaja 45,5
„Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“ 1. Timotheus 2,5
„Du glaubst, dass nur ein einziger Gott ist? Du tust wohl daran; die Dämonen glauben’s auch und zittern.“ Jakobus 2,19
Mir ist bewusst, dass nicht jeder diesen Glauben teilt. Trotzdem möchte ich ihn nicht verschweigen, weil genau daraus meine Zuversicht wächst. Zu meinem Leben gehört Jesus genauso selbstverständlich wie meine Lebenserfahrungen. Beides voneinander zu trennen, würde sich für mich unehrlich anfühlen.
Vielleicht polarisiere ich dadurch. Wenn das so ist, dann nehme ich das in Kauf. Nicht aus Rechthaberei, sondern weil ich nur authentisch schreiben kann.

Was ich an andere weitergeben möchte, die gerade keinen Boden finden
Es gibt Zeiten, in denen wir den Eindruck haben, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Plötzlich gerät alles ins Wanken. Die Gesundheit. Der Arbeitsplatz. Eine Beziehung. Die finanzielle Sicherheit. Oder einfach die Gewissheit, wie es weitergehen soll.
Ich kenne solche Zeiten. Und ich weiß auch, wie schnell gut gemeinte Ratschläge dann ihre Wirkung verlieren. Menschen sagen: „Du schaffst das schon.“ „Glaub einfach an dich.“ „Alles ist in dir.“ Ich habe selbst viele Jahre so gedacht.
Ich war überzeugt, mein Leben selbst in die Hand nehmen zu müssen. Ich glaubte, dass ich nur stark genug sein müsste, um jede Herausforderung zu meistern. Doch was ist, wenn die eigene Kraft nicht mehr ausreicht? Was bleibt, wenn die Hoffnung schwindet und man nicht mehr ein noch aus weiß?
Mir wurde bewusst, dass meine Zuversicht niemals auf mir selbst gründen kann. Sie braucht ein Fundament, das größer ist als ich. Deshalb bedeutet mir dieser Bibelvers so viel:
„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“(Hebräer 11,1)
Dieser Vers beschreibt für mich den Kern wahrer Zuversicht. Sie wird nicht von den Umständen genährt. Sie wächst aus dem Vertrauen zu Gott. Sie trägt auch dann, wenn ich den nächsten Schritt noch gar nicht erkennen kann.
Deshalb möchte ich jedem Menschen, der sich gerade orientierungslos fühlt, Mut machen. Richte deinen Blick nicht nur auf das, was dir Angst macht. Richte ihn auf den, der größer ist als deine Angst. Auf den, der dich geschaffen hat, dich kennt und dich liebt. Auf Jesus Christus.
Seit ich ihm mein Leben anvertraut habe, sind die Schwierigkeiten nicht verschwunden. Auch ich kenne Sorgen, Enttäuschungen und Zeiten des Wartens. Der Unterschied besteht darin, dass ich sie nicht mehr allein durchstehen muss. Genau das schenkt mir Zuversicht. Nicht nur für den Augenblick. Sondern für mein ganzes Leben.
Möchtest du das auch erfahren. Dann lass uns reden.
4 Kommentare zu “Zuversicht in schwierigen Zeiten”
Hallo liebe Renate, es ist immer wieder inspirierend dein Blog zu lesen. 🫠In einigen Sachen finde ich mich wieder, andere regen zum Nachdenken an. Danke das es dich gibt😍
Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar, Heike. Ich freue mich, wenn ich Dich inspirieren kann.
Alles Liebe
Renate
Liebe Renate,
vielen Dank für deinen persönlichen, vielschichtigen und sehr klaren Beitrag zu meiner Blogparade.
Dein Kernsatz hat mich sofort angesprochen: „Echte Zuversicht entsteht für mich nicht dadurch, dass ich darauf vertraue, dass schon alles irgendwie gut ausgehen wird. Sie wächst dort, wo ich weiß, dass ich selbst dann getragen bin, wenn sich äußerlich zunächst überhaupt nichts verändert.“
Darin liegt für mich eine wichtige Unterscheidung. Zuversicht ist bei dir nicht an ein bestimmtes Ergebnis geknüpft. Sie hängt nicht davon ab, ob sich eine schwierige Situation schnell löst, ob ein Wunsch erfüllt wird oder ob der nächste Schritt bereits sichtbar ist. Sie wächst aus dem Vertrauen, auch in Zeiten des Wartens, der Unsicherheit und der eigenen Begrenztheit nicht allein zu sein.
Sehr eindrücklich finde ich, wie offen du über die Zeit schreibst, in der eine Herausforderung auf die nächste folgte: die lange Wohnungssuche, der zunehmende Zeitdruck, deine Fortbildung, der Aufbau deines Coaching-Business und die Auflösung eines großen Teils deines Hausstands. Du machst spürbar, wie der Blick unter anhaltendem Druck immer enger wird und Lösungen dadurch kaum noch erkennbar sind.
Besonders wertvoll ist für mich, dass du Rückzug und Zynismus nicht verurteilst, sondern zunächst als verständliche Schutzbewegungen beschreibst. Gleichzeitig zeigst du, wie du bewusst gegensteuerst: durch Gespräche, Achtsamkeit, Bewegung, Dankbarkeit und vor allem durch das Gebet.
Auch deine Gedanken über Vergebung und Verbindung haben mich beschäftigt. Du beschreibst sehr ehrlich, wie schwer es sein kann, den Anspruch aufzugeben, recht zu haben, und einen Menschen trotz einer Verletzung nicht auf sein Verhalten zu reduzieren. Dabei machst du zugleich deutlich, dass Vergebung weder das Geschehene gutheißt noch automatisch neues Vertrauen bedeutet.
Danke, dass du so klar und authentisch zeigst, woher deine Zuversicht kommt. Dein Beitrag erweitert meine Blogparade um eine wichtige Perspektive: das Vertrauen auf ein Fundament, das größer ist als die eigene Kraft.
Von Herzen
Pia
Vielen lieben Dank für Deinen Kommentar, liebe Pia.
Ich freue mich, wenn Dir so viele Aspekte meines Blogartikels gefallen. Wie schon geschrieben: ich schreibe authentisch. Das ist mir wichtig. In allen meinen Blogartikeln ist ganz viel von mir selbst. Ich möchte meine Leser an meinen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lassen und sie damit anregen, weiter darüber nachzudenken.
Liebe Grüße
Renate