Da ist es wieder.
Ganz langsam kriecht dieses Gefühl vom Magen über das Herz bis in den Hals. Die Luft scheint plötzlich knapper zu werden. Und dann ist sie da: Angst.
Kaum ist sie angekommen, beginnt auch schon das Gedankenkarussell sich zu drehen:
Was ist, wenn es wieder nicht funktioniert?
Wie soll es weitergehen?
Was ist, wenn das Geld nicht reicht?
Was ist, wenn ich die falsche Entscheidung treffe?
Was ist, wenn ich es nicht schaffe?
Was ist, wenn alles noch schlimmer wird?
Vielleicht kennst du solche Gedanken. Besonders dann, wenn dein Leben gerade aus den gewohnten Bahnen gerät. Eine Trennung. Eine Kündigung. Probleme im Beruf. Kinder, die aus dem Haus gehen. Eine Krankheit. Ein Umzug. Manchmal gibt es sogar gar kein einzelnes Ereignis. Nur dieses Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Oder einfach diese leise, hartnäckige Ahnung: So wie bisher kann und will ich nicht weitermachen. Aber ich weiß auch nicht, wie es weitergehen soll.
Genau an diesem Punkt kann Angst sehr laut werden. Doch Angst ist nicht dein Feind. Und sie bedeutet auch nicht automatisch, dass du schwach bist.
Inhalte dieses Artikels
1. Was Angst eigentlich ist
2. Du bist nicht deine Angst
3. Schau dir deine Angst genauer an
4. Erinnere dich daran, was du bereits geschafft hast
5. Wenn die Angst dich beschäftigt hält
6. Du musst nicht den ganzen Weg kennen
7. Und dann kommt für mich der Glaube ins Spiel
8. Glaube bedeutet nicht, dass alles gut ausgeht
9. Dankbarkeit verändert den Blick
10. Du musst das nicht allein schaffen
11. Was dir jetzt helfen kann
12. Vom Rennen ins Ruhen
„Ich hatte mein ganzes Leben viele Probleme und Sorgen. Die meisten von ihnen sind aber niemals eingetreten.“
Mark Twain
Was Angst eigentlich ist
Angst gehört zunächst einmal zu unserem Menschsein. Sie ist ein Warn- und Schutzsystem. Unser Körper reagiert auf eine vermeintliche oder tatsächliche Bedrohung und versetzt uns in Alarmbereitschaft. Herzschlag und Atmung verändern sich, Muskeln spannen sich an und unsere Aufmerksamkeit richtet sich auf das, was möglicherweise gefährlich werden könnte. Unser Körper besitzt ein ausgeklügeltes Warnsystem, das uns auf mögliche Gefahren aufmerksam macht und uns helfen soll, angemessen zu reagieren.
Wenn eine tatsächliche Gefahr besteht, ist das sogar ausgesprochen hilfreich. Doch unser Gehirn kann nicht nur auf das reagieren, was gerade tatsächlich geschieht. Es kann auch auf das reagieren, was möglicherweise geschehen könnte.
Problematisch wird es, wenn unser inneres Alarmsystem ständig anschlägt – obwohl im Augenblick gar keine konkrete Gefahr vorhanden ist. Gerade in Umbruchsituationen passiert das leicht. Denn unser Gehirn mag Sicherheit und Vorhersagbarkeit. Wenn wir nicht wissen, was kommt, versucht es deshalb, die fehlenden Informationen zu ergänzen. Und leider produziert es dabei nicht immer die schönsten Szenarien. Was, wenn …?
Aus einem Gedanken wird ein weiterer. Aus einem weiteren Gedanken wird ein Szenario. Und irgendwann fühlt sich das, was vielleicht passieren könnte, beinahe so real an wie das, was tatsächlich passiert. Der Körper reagiert auf die vorgestellte Gefahr, als wäre sie schon da. Deshalb kann sich Angst so überwältigend anfühlen.
Aus einem kleinen Gedanken wird ein weiterer. Daraus entsteht ein Szenario und schließlich fühlt sich das, was vielleicht passieren könnte, beinahe so real an wie das, was tatsächlich passiert.
Was, wenn ich scheitere?
Was, wenn ich mich falsch entscheide?
Was, wenn ich danach alles bereue?
So kann aus einem Gedanken eine regelrechte Negativschleife werden. Ich kenne dieses Gedankenkarussell selbst. Und ich weiß, wie verführerisch es ist, sich darin immer weiterzudrehen. Man denkt, man müsse nur lange genug über ein Problem nachdenken, dann würde sich irgendwann eine Lösung ergeben.
In Wirklichkeit passiert häufig das Gegenteil: Je länger wir uns in unseren Befürchtungen bewegen, desto größer wird die Angst – und desto weniger klar sehen wir.
Und genau deshalb reicht es meistens nicht, sich einfach zu sagen: „Hab keine Angst.“
Das funktioniert ungefähr so gut wie: „Denk jetzt auf keinen Fall an einen rosa Elefanten.“
Du weißt, was passiert. Angst beginnt oft mit einem Gedanken. Oft bemerken wir den Gedanken gar nicht bewusst. Wir merken zuerst nur die körperliche Reaktion: Unruhe, Druck, Herzklopfen, Anspannung.

Du bist nicht deine Angst
Deshalb habe ich mir irgendwann angewöhnt, einen kleinen inneren Schritt zurückzutreten.
Nicht sofort zu fragen: Wie werde ich diese Angst los? Sondern zunächst einmal festzustellen:
Ich habe gerade Angst. Das klingt banal, macht aber einen wichtigen Unterschied.
Denn du bist nicht deine Angst. Du hast Angst. Das Gefühl ist real. Aber nicht jeder Gedanke, den die Angst hervorbringt, ist deshalb auch wahr.
Vielleicht kennst du den Unterschied zwischen einem Gedanken und einer Tatsache aus deinem eigenen Leben. Du weißt beispielsweise nicht, wie es beruflich weitergeht. Das ist eine Tatsache. Der Gedanke „Ich werde niemals wieder eine passende Arbeit finden“ ist dagegen eine Befürchtung.
Beides fühlt sich im ersten Moment vielleicht gleich wahr an. Aber es ist nicht dasselbe.
Deshalb kann eine einfache Frage helfen: Was weiß ich – und was befürchte ich nur? Allein diese Frage kann schon ein wenig Ordnung in das Gedankenchaos bringen.
Schau dir deine Angst genauer an
Angst ist oft zunächst diffus. Wir sagen: „Ich habe Angst vor der Zukunft.“ Doch was genau bedeutet das? Wovor hast du eigentlich Angst?
Vielleicht davor, finanziell nicht mehr zurechtzukommen. Vielleicht davor, alleine zu sein. Vielleicht davor, die falsche Entscheidung zu treffen. Vielleicht davor, andere zu enttäuschen. Oder davor, dass ein Neuanfang nicht gelingt. Nimm dir einmal Zeit und schreibe deine größte Befürchtung auf. Nicht schönreden. Nicht beschönigen. Einfach ehrlich hinschreiben.
Und dann frage dich: Was davon ist eine konkrete Gefahr und was ist ein mögliches Szenario, das mein Kopf gerade produziert?
Diese Unterscheidung ist wichtig. Denn wir können mit einer konkreten Situation umgehen. Mit einer ganzen Kette von „Was-wäre-wenn“-Gedanken dagegen kaum.
Erinnere dich daran, was du bereits geschafft hast
Wenn Angst groß wird, schauen wir meistens nach vorne. Und sehen dort – nichts. Nur Nebel. Wir wissen nicht, was hinter der nächsten Kurve kommt, und genau das macht uns Angst. Manchmal hilft es deshalb, einmal in die andere Richtung zu schauen. Zurück!
👉 Was hast du in deinem Leben bereits bewältigt?
👉 Welche schwierigen Situationen hast du überstanden?
👉 Welche Entscheidungen hast du getroffen, obwohl du Angst hattest?
👉 Welche Menschen hast du losgelassen?
👉 Welche Veränderungen hast du gemeistert?
Ich finde die Idee eines ganz persönlichen Lebenslaufs dafür wunderbar. Nicht den Lebenslauf, den du für eine Bewerbung schreibst. Sondern einen Lebenslauf deines Lebens. Schreib auf, was du alles schon geschafft hast. Auch Dinge, die für andere vielleicht völlig unspektakulär erscheinen.
Vielleicht hast du ein Kind allein großgezogen. Vielleicht hast du nach einer Trennung neu angefangen. Vielleicht hast du eine schwierige berufliche Situation durchgestanden. Vielleicht hast du dich irgendwann getraut, etwas zu tun, wovon dir alle abgeraten haben.
Und vielleicht stellst du beim Schreiben fest: Ich habe schon so viel bewältigt. Warum sollte ich ausgerechnet jetzt gar nichts mehr schaffen können? Du musst dich dadurch nicht künstlich starkreden. Aber du darfst dich daran erinnern, dass du bereits Erfahrungen, Fähigkeiten und Kraft in dir trägst.
Wenn die Angst dich beschäftigt hält
Es gibt noch eine andere Falle, die ich aus eigener Erfahrung kenne. Wenn wir Angst haben, beschäftigen wir uns gerne mit allem Möglichen – nur nicht mit dem, was eigentlich ansteht.
Plötzlich muss dringend der Schrank aufgeräumt werden. Der Garten braucht Aufmerksamkeit. Die E-Mails müssen beantwortet werden. Und überhaupt gibt es tausend Dinge, die man vorher noch erledigen könnte. Von zu Hause aus zu arbeiten hat in dieser Hinsicht seine ganz eigenen Tücken. Es gibt schließlich immer irgendetwas zu tun. Ich kenne mich mit solchen Ablenkungsmanövern durchaus aus.
Natürlich ist nicht jede Hausarbeit Prokrastination. Aber manchmal merken wir durchaus, dass wir gerade nicht deshalb beschäftigt sind, weil etwas Wichtiges erledigt werden muss, sondern weil wir einer unangenehmen Entscheidung ausweichen. Denn solange wir beschäftigt sind, müssen wir uns nicht mit dem auseinandersetzen, wovor wir eigentlich Angst haben. Deshalb lohnt sich die Frage: Was würde ich jetzt tun, wenn ich keine Angst hätte?
Vielleicht musst du danach nicht sofort handeln. Aber du hast zumindest herausgefunden, wo die Angst dich gerade zurückhält.

Du musst nicht den ganzen Weg kennen
Ein weiterer Grund, warum uns Veränderungen so viel Angst machen, ist unser Wunsch nach Sicherheit. Wir hätten gerne einen Plan. Am besten einen, der uns garantiert, dass alles gut ausgeht. Nur leider gibt es diesen Plan meistens nicht. Gerade wenn wir vor einem Neuanfang stehen, können wir häufig nur den nächsten Schritt sehen. Und vielleicht ist das auch gut so.
Du musst nicht heute wissen, wo du in fünf Jahren stehen wirst. Du musst nicht alle Antworten haben. Vielleicht reicht es, herauszufinden, was jetzt der nächste sinnvolle Schritt ist.
✨ Ein Gespräch.
✨ Eine Bewerbung.
✨ Ein Termin.
✨ Eine Pause.
✨ Ein klärender Gedanke.
✨ Ein Gebet.
Oder auch einmal die bewusste Entscheidung, heute noch gar nichts zu entscheiden. Manchmal entsteht Orientierung nicht dadurch, dass wir immer mehr tun, sondern dadurch, dass wir endlich still genug werden, um wieder wahrzunehmen, was in uns eigentlich los ist.

Und dann kommt für mich der Glaube ins Spiel
Wenn meine Sorgen übermächtig werden, greife ich zur Bibel. Nicht, weil dort auf jede meiner Fragen eine fertige Antwort steht. Und auch nicht, weil ein Bibelvers schwierige Situationen einfach verschwinden lässt. Sondern weil ich dort immer wieder etwas finde, das mir den Blick weg von meiner eigenen Begrenztheit und hin zu Gott lenkt.
Ein Vers, der mich schon oft begleitet hat, steht im ersten Petrusbrief:
„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ 1. Petrus 5,7
Was für eine Einladung. Da steht nicht: Löse deine Sorgen selbst. Da steht auch nicht: Sei stark und hab keine Angst. Sondern: Wirf sie auf ihn. Ich darf Gott meine Angst bringen. Genau so, wie sie ist. Ich muss ihm keine besonders schönen Worte sagen. Ich kann ihm erzählen, dass ich Angst habe. Dass ich nicht weiß, wie es weitergeht. Dass ich müde bin. Dass ich keinen Ausweg sehe.
Manchmal ist mein Gebet dann tatsächlich nicht mehr als: „Herr, ich weiß gerade nicht weiter. Bitte zeig mir den nächsten Schritt.“ Und manchmal verändert sich danach nicht sofort die Situation. Aber etwas in mir verändert sich. Ich bin nicht mehr allein mit meiner Angst.
Glaube bedeutet nicht, dass alles gut ausgeht
Das ist mir im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden. Mein Glaube bedeutet für mich nicht, mir einzureden: Alles wird gut. Denn wir wissen nicht, was morgen geschieht. Glaube bedeutet vielmehr: Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Aber ich weiß, dass ich nicht alleine weitergehen muss. Vielleicht ist deshalb Psalm 23 einer der bekanntesten Texte der Bibel.
Dort heißt es in einem Vers:
„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.“
Ich finde bemerkenswert, dass dort nicht steht, dass es kein finsteres Tal gibt. Es gibt es. Es gibt im Leben Zeiten, in denen wir nicht sehen, wie es weitergeht. Zeiten, in denen wir Angst haben und uns nach einem Ausweg sehnen.
Aber mitten in diesem finsteren Tal steht diese Zusage: Du bist bei mir. Vielleicht ist das die Hoffnung, die wir in einem Umbruch tatsächlich brauchen. Nicht die Garantie, dass alles so kommt, wie wir es uns wünschen. Sondern das Vertrauen, dass wir auch durch schwierige Zeiten hindurch nicht verlassen sind.

Dankbarkeit verändert den Blick
Ein weiterer Weg, der mir hilft, wenn Sorgen immer mehr Raum einnehmen, ist Dankbarkeit.
Nicht im Sinne eines oberflächlichen „Denk positiv!“ Und auch nicht nach dem Motto: „Es gibt Menschen, denen geht es viel schlechter.“ Das hilft meistens wenig. Ich meine etwas anderes. Angst richtet unseren Blick auf das, was fehlt, was schiefgehen könnte und was wir verlieren könnten.
Dankbarkeit hilft uns, wieder wahrzunehmen, was trotz allem da ist. Vielleicht ist es heute nur eine Sache.
🌿 Ein Mensch, der zu dir hält.
🌿 Ein Zuhause.
🌿 Eine Tasse Kaffee in Ruhe.
🌿 Ein Spaziergang.
🌿 Ein Gespräch.
🌿 Eine Fähigkeit, die du besitzt.
🌿 Eine Tür, die sich gerade öffnet.
Oder einfach die Tatsache, dass du heute Morgen wieder aufgestanden bist. Du musst nicht für deine schwierige Situation dankbar sein. Aber du kannst etwas finden, wofür du trotz dieser Situation dankbar bist. Das verändert vielleicht nicht deine äußeren Umstände. Aber es kann deinen inneren Blick verändern.

Du musst das nicht allein schaffen
Vielleicht ist das einer der wichtigsten Gedanken überhaupt. Du musst nicht alles allein schaffen. Wir leben in einer Zeit, in der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit oft als große Stärke gefeiert werden. Und natürlich ist es gut, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.
Aber Verantwortung zu übernehmen bedeutet nicht, alles allein tragen zu müssen. Manchmal gebraucht Gott andere Menschen, um uns auf unserem Weg zu helfen.
✔️ Eine Freundin.
✔️ Ein Familienmitglied.
✔️ Eine Seelsorgerin.
✔️ Eine Mentorin.
✔️ Ein Therapeut.
Jemand, der zuhört, ohne sofort eine Lösung präsentieren zu müssen. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil. Es kann ein Zeichen dafür sein, dass du dich selbst und deine Situation ernst nimmst.
Was dir jetzt helfen kann
Vielleicht kannst du nicht verhindern, dass Angst in dein Leben kommt. Aber du kannst lernen, anders mit ihr umzugehen.
- Du kannst innehalten, statt dich sofort von deinen Gedanken mitreißen zu lassen.
- Du kannst deine Angst genauer anschauen und herausfinden, wovor du eigentlich Angst hast.
- Du kannst unterscheiden zwischen dem, was tatsächlich passiert, und dem, was du nur befürchtest.
- Du kannst dich daran erinnern, was du in deinem Leben bereits bewältigt hast.
- Du kannst den nächsten kleinen Schritt suchen, statt den gesamten Weg kennen zu müssen.
- Du kannst deine Sorgen zu Gott bringen.
- Du kannst dich daran erinnern, dass du nicht allein bist.
Und du kannst dir Unterstützung holen, wenn du merkst, dass du allein nicht weiterkommst. Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, deine Angst zu besiegen. Vielleicht geht es darum, ihr nicht mehr die Führung zu überlassen.
Manchmal glauben wir, wir müssten nur schnell genug eine Lösung finden, dann würde die Angst verschwinden.
- Wir rennen los.
- Wir denken nach.
- Wir planen und googeln.
- Wir fragen andere.
- Wir machen Listen.
Und irgendwann sind wir so beschäftigt mit dem Versuch, unser Leben wieder unter Kontrolle zu bekommen, dass wir gar nicht mehr merken, wie erschöpft wir eigentlich sind. Vielleicht darfst du an dieser Stelle einmal stehen bleiben.
Aufatmen.
Still werden.
Und Gott mit hineinnehmen in das, was dich beschäftigt. Du musst nicht heute dein gesamtes zukünftiges Leben lösen. Vielleicht reicht für heute der nächste Schritt. Und vielleicht darfst du darauf vertrauen, dass Orientierung wachsen kann, wenn du nicht mehr nur rennst. Denn ein Neuanfang beginnt nicht immer mit einer großen Entscheidung. Manchmal beginnt er ganz leise.
⭐️ Mit einem Moment der Ruhe.
⭐️ Mit einem ehrlichen Gedanken.
⭐️ Mit einem Gebet.
Mit der Erkenntnis: So wie bisher möchte ich nicht mehr weitermachen.
Und mit der Hoffnung: Es darf etwas Neues entstehen.

Vom Rennen ins Ruhen
Vielleicht ist genau das die Einladung, die in manchen Umbruchzeiten steckt: Du musst nicht schneller werden. Du musst nicht sofort alle Antworten kennen. Du musst nicht heute dein gesamtes zukünftiges Leben planen. Und du musst schon gar nicht beweisen, dass du alles alleine schaffst. Vielleicht darfst du erst einmal aufatmen.
Zur Ruhe kommen. Deine Gedanken sortieren. Gott wieder mit ins Boot nehmen. Und dann Schritt für Schritt herausfinden: Was ist jetzt wirklich dran? Denn manchmal entsteht Orientierung nicht dadurch, dass wir immer mehr tun. Sondern dadurch, dass wir endlich aufhören zu rennen. Und zur Ruhe kommen. Vielleicht brauchst du gerade nicht mehr.
Erkennst du dich in diesem Artikel wieder? Möglicherweise weißt du schon lange, dass sich etwas in deinem Leben verändern muss, aber du findest einfach nicht heraus, wohin dein Weg führen soll. Dann musst du diese Fragen nicht alleine sortieren.
In meinen Ge(h)sprächen und im PurposeJourney-Mentoring begleite ich Frauen, die an einem Wendepunkt stehen, sich nach Orientierung sehnen und herausfinden möchten, wie ihr nächster Lebensabschnitt aussehen kann.
Nicht mit fertigen Antworten. Sondern mit Zeit, Raum, guten Fragen und einer Begleitung, die dir hilft, wieder zu hören, was in dir längst leise geworden ist. Denn du musst nicht wissen, wie der ganze Weg aussieht. Du darfst mit dem nächsten Schritt beginnen.